Kritik erwünscht? Offenbar nicht immer.

Nachdem wir einen sachlichen und kritischen Kommentar zur Zustimmung der CDU Eschenburg zum Windenergiegebiet Galgenberg veröffentlicht hatten, wurden wir von der CDU Eschenburg auf Facebook blockiert.

Das ist natürlich ihr gutes Recht. Politisch wirft ein solcher Schritt jedoch Fragen auf. Wer öffentlich für Bürgerbeteiligung, Transparenz und den offenen Austausch wirbt, sollte eigentlich auch mit kritischen Gegenargumenten umgehen können. Gerade bei einem Thema, das die Gemeinde über Jahrzehnte prägen könnte, gehört eine kontroverse Diskussion zum demokratischen Prozess dazu.

Unser Kommentar enthielt weder persönliche Angriffe noch Beleidigungen. Er setzte sich ausschließlich mit den vorgetragenen Argumenten auseinander und stellte kritische Fragen zu Standort, Nutzen, Auswirkungen und den angeführten finanziellen Vorteilen. Statt einer inhaltlichen Erwiderung folgte jedoch die Blockierung.

Das hinterlässt einen merkwürdigen Eindruck. Bürgerbeteiligung wirkt wenig überzeugend, wenn sie offenbar nur so lange willkommen ist, wie keine kritischen Nachfragen gestellt werden. Demokratie lebt vom Austausch unterschiedlicher Auffassungen und nicht davon, dass man unbequeme Stimmen ausblendet.

Wer von der Richtigkeit seiner Position überzeugt ist, kann Kritik sachlich beantworten. Wer Kritiker stattdessen aussperrt, liefert damit oft selbst den Stoff für die eigentliche Debatte. Denn die Frage bleibt bestehen: Warum werden sachliche Gegenargumente nicht diskutiert, sondern deren Verfasser blockiert?

Ein seltsames Verständnis von Bürgerbeteiligung.

Mirko Fuchs – Fraktionsvorsitzender


Titelbild: KI – generiert


 


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